Unabhängiges Nachschlagewerk über Handarbeit für Einsteiger. Nicht verbunden mit dem früheren Tagebuch unter dieser Domain und dessen Autorin oder Autor; verkauft nichts.

Handgemachte Seife

Handgemachte Seife: was Einsteiger wissen sollten

Ein Stück Seife in ungewöhnlicher Form wirkt wie ein einfaches und hübsches Geschenk, und viele beginnen ihren Weg in die Handarbeit genau damit. Doch hinter dem Begriff „handgemachte Seife“ stehen zwei sehr unterschiedliche Tätigkeiten. Die eine besteht im Schmelzen einer fertigen Grundmasse und passt zu einem ruhigen Abend zu Hause. Die andere hat mit einem ätzenden Stoff zu tun und erfordert eine Vorbereitung, die kein kurzer Beitrag ersetzen kann.

Das Wort „natürlich“ auf einem selbstgemachten Seifenstück sagt nichts über die Sicherheit aus. Entscheidend ist etwas anderes: woraus die Grundmasse besteht, wie damit gearbeitet wurde und wer sich mit der Seife waschen wird.

— Gedanke der Redaktion

Herkunft der Adresse

Archivadresse · jetzt Infoseite

Früher stand unter dieser Adresse ein Eintrag aus einem fremden persönlichen Tagebuch. Er ist nicht erhalten, und unser Nachschlagewerk hat nichts damit zu tun: Wir stellen ihn weder wieder her noch geben wir ihn wieder.

Jetzt steht hier eine Infoseite über die Tätigkeit selbst. Wir geben keine Rezepte, empfehlen keine Bezugsquellen für Materialien und versprechen keinerlei Nutzen für die Haut – wir erklären nur, worin sich die Verfahren unterscheiden und wo die Grenzen der Sicherheit liegen.

Fertige Grundmasse und Seife „von Grund auf“

Seifengrundmasse ist bereits fertige Seife, die in Blöcken verkauft wird und beim Erwärmen schmilzt. Man schmilzt sie, gibt nach Wunsch Farbe und Duft hinzu, gießt sie in Formen und wartet, bis die Masse fest wird. Freie Lauge ist dafür nicht nötig, deshalb wählen Einsteiger meistens dieses Verfahren.

Seife „von Grund auf“ entsteht durch eine chemische Reaktion von Fetten mit Lauge – Natriumhydroxid. Das ist kein Zusammenfügen von Fertigem mehr, sondern die Arbeit mit einem ätzenden Stoff, genauen Berechnungen und einer Reifezeit. Äußerlich kann das Ergebnis ähnlich aussehen, doch in Vorbereitung und Risiken ist es eine völlig andere Tätigkeit.

Sicherheit bei fertiger Grundmasse

  • Auch heiße geschmolzene Masse kann Verbrennungen verursachen: Erwärmen Sie sie langsam, überhitzen Sie sie nicht und lassen Sie sie nicht unbeaufsichtigt.
  • Arbeiten Sie auf einer stabilen Fläche, gießen Sie die Masse langsam und halten Sie Topflappen bereit.
  • Verwenden Sie nur Farben und Düfte, die für Seife bestimmt sind, und halten Sie die Dosierung aus der Anleitung ein.
  • Bevor Sie eine Seife mit neuem Duft benutzen, testen Sie sie an einer kleinen Hautstelle; bei Rötung oder Juckreiz verzichten Sie darauf.
  • Kinder machen nur zusammen mit Erwachsenen mit: Das Gießen der heißen Masse überlässt man ihnen nicht.
  • Geschirr, mit dem Sie Seifengrundmasse verarbeitet haben, verwenden Sie nicht mehr für Lebensmittel.

Was stattdessen ein schönes Geschenk ist

  • Einen einfachen Beutel mit Kordel für ein gekauftes Seifenstück nähen.
  • Eine kleine Schachtel aus festem Karton kleben und von Hand gestalten.
  • Einen kleinen Waschlappen oder ein Deckchen kraus rechts stricken.
  • Eine Karte beschriften und ein Geschenkset aus dem zusammenstellen, was schon da ist.

Worauf der Text beruht

  • TR CU 009/2011 „Über die Sicherheit von Parfüm- und Kosmetikprodukten“ (Technisches Reglement der Eurasischen Wirtschaftsunion)
  • Anleitungen für Materialien zur Seifenherstellung (allgemeine Grundsätze)

Garne, Nähgarne, Klebstoffe und Farben verhalten sich je nach Hersteller recht unterschiedlich – maßgeblich sind daher immer das Etikett und die Anleitung des jeweiligen Materials oder Werkzeugs. Das Nachschlagewerk beschreibt allgemeine Handgriffe und ersetzt keinen Kurs bei einer erfahrenen Fachperson.